Unternehmen & Mitarbeiter

Sicher unter Strom – Elektroniker haben einen krisensicheren Job

06.08.2020
Lesezeit: 4 min.

Christoph Hoffmann ist Ausbildungsleiter der Sparte Elektroniker/-innen für Betriebstechnik bei der EVL. Im Interview mit Bettina Miserius vom Social-Media-Team erzählt er, wie die Ausbildung abläuft und welche Voraussetzungen man mitbringen sollte.

Bettina Miserius: Welche Talente muss ein Azubi für den Beruf der Elektronikerin/des Elektronikers mitbringen?

Christoph Hoffmann: Interesse am Berufsbild, handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sind bei dieser Ausbildung Vorrausetzungen. Da oft in Teams gearbeitet wird ist es natürlich auch wichtig, dass man aufgeschlossen ist und Teamfähigkeit mitbringt. Speziell in unserem Unternehmen, wo es auch zu Außendiensteinsätzen kommt, sollte man „wetterfest“ sein, also sich nicht scheuen sowohl an heißen, als auch an kalten Tagen im Freien zu Arbeiten. Da wir aus unserer Schulzeit und dem Physikunterricht wissen, dass Strom auch gewisse Gefahren birgt, ist ein hohes Maß an Verantwortung mitzubringen. Naturwissenschaftliche Fächer sollten in der Schulzeit nicht zu den unbeliebtesten gezählt haben.

Bettina Miserius: Was ist das Besondere an der Ausbildung zur Elektronikerin/zum Elektroniker?

Christoph Hoffmann: Der Beruf der Elektronikerin/des Elektronikers ist krisenfest und zukunftsträchtig. Der Jahrzehnte alte Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ ist aus meiner Sicht aktueller denn je. Alle Lösungen der Gebäudetechnik, unter anderen „Smart Home“, sind eng mit der Elektrotechnik verbunden. Neben der Industrie und Gebäudetechnik warten auf gut ausgebildete Elektroniker/-innen auch Jobs in vielen anderen Anwendungsfeldern der Elektrotechnik. Der Beruf bietet immer neue Herausforderungen auch in den Bereichen regenerativer Energien wie Photovoltaik und Windkraft aber auch im Bereich der Elektromobilität.

Bettina Miserius: Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag der Azubis aus?

Christoph Hoffmann: Außer an den Schultagen kommen die Auszubildenden in den Betrieb. Hier unterscheiden sich dann die Einsätze dahingehend, dass ein Teil  der betrieblichen Praxis in einer Elektrowerkstatt im Wuppermann Bildungswerk stattfindet. Dort werden in sogenannten „Modulen“ in einer Elektrowerkstatt unter anderem Metallkunde, Installationen, Steuerungstechnik (SPS) und Verdrahtungsarbeiten vermittelt. Es finden dort auch die sehr intensiven Prüfungsvorbereitungen statt. Das zweite Einsatzgebiet ist natürlich die EVL: Hier werden die Auszubildenden im Netz (Strom/Beleuchtung), der Messtechnik und der Haustechnik ausgebildet. Sie begleiten erfahrene Monteure die ihr Wissen gerne weitergeben.

Bettina Miserius: Wie oft ist man in der Berufsschule und wie läuft das mit der Abschlussprüfung?

Christoph Hoffmann: Die für uns zuständige Berufsschule ist hier in Leverkusen die Geschwister-Scholl-Schule. Hier vermitteln sehr engagierte Lehrer in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildern ein- bis zweimal wöchentlich (je nach Ausbildungsjahr) das theoretische Wissen und Rüstzeug für die berufliche Zukunft. Nach 3,5 Jahren steht dann die gestreckte Abschlussprüfung vor dem Prüfungsausschuss der IHK-Köln an. In das Endergebnis fließen 40 Prozent der nach ca. 18 Monaten abgelegten ersten Teilprüfung mit ein.

Bettina Miserius: Wie sehen die sonstigen Rahmenbedingungen aus?

Christoph Hoffmann: Als zum Teil städtisches Versorgungsunternehmen werden wir nach Tarifvertrag bezahlt. Das Gehalt der Auszubildenden ist durch den „TVAöD“ festgelegt. Dein Urlaubsanspruch beträgt 30 Tage pro Kalenderjahr.

Das Besondere an einer Ausbildung bei der EVL ist, dass du in der Regel nach der Ausbildung für zunächst ein Jahr übernommen wirst und du anschließend gute Chancen auf eine unbefristete Übernahme hast. Ein weiterer großer Vorteil sind flexible Arbeitszeiten. Das bedeutet, dass du einen gewissen Zeitrahmen zum Arbeitsbeginn sowie Arbeitsende zur Verfügung hast. Dieser ist während der Ausbildung etwas kleiner, gibt dir aber nach der Ausbildung einen gewissen Spielraum, wodurch Arbeit und Privatleben gut harmonieren können.

Sonstige Benefits sind eine betriebliche Altersvorsorge und Sonderzahlungen, Weiterbildungsmöglichkeiten, eine Betriebssportgemeinschaft sowie eine betriebliche Gesundheitsförderung.

Bettina Miserius: Was macht die EVL als Arbeitgeber aus?

Christoph Hoffmann: Die EVL ist ein gut geführtes Energieversorgungsunternehmen mit kompetenten Mitarbeitern – und das schon seit vielen Jahrzehnten. Sie ist ein Ausbildungsbetrieb und gibt jungen Menschen aus Leverkusen und Umgebung die Möglichkeit hier in unserer Stadt, in unserem Unternehmen eine Ausbildung unter besten Voraussetzungen zu beginnen und erfolgreich abzuschließen.

Das Arbeitsklima ist gut, die Arbeitsbedingungen und die Ausrüstungen, die uns zur Verfügung gestellt werden sind auf hohen Niveau. Wer engagiert ist und sich weiterbildet hat hier gute berufliche Aufstiegschancen. Ich bin jetzt fast auf den Tag genau 30 Jahre hier beschäftigt und habe es nicht einmal bereut, dass ich mich damals zu diesem Schritt entschlossen habe. 

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Alle Infos zum Bewerbungsprozess gibt es auf unserer Homepage. Dort findest du auch die Kontaktdaten von Lorena Mirto, die dir alle Fragen gerne persönlich am Telefon erklärt. Wir freuen uns auf dich!