Energie & Wasser

EVL-Energie im Einsatz: Zwei Bäder, eine Sauna für Leverkusen

17.09.2021
Lesezeit: 5 min.

Ob Sonne pur oder Regenwetter: Mit dem Freizeitbad CaLevornia, Hallen- und Freibad Wiembachtal sowie der ParkSauna ermöglicht der Sportpark Leverkusen zu jeder Jahreszeit Abkühlung oder Entspannung. Bis zum Badespaß steckt ein langer Prozess mit viel Wasser und Energie – geliefert von der Energieversorgung Leverkusen (EVL).

Wer kennt ihn nicht, den sogenannten „Suppenteller“? Entstanden in den 30er-Jahren, hat das kreisrunde und flache Kinderplanschbecken aus Beton ein gutes halbes Jahrhundert für großen Badespaß in der grünen Mitte Leverkusens gesorgt. Von dem Art déco Charme ist nicht mehr viel übrig: Lediglich der Beckenrand und die typisch türkise Farbe in der Brunnenschutzzone lässt erahnen, wo sich der „Suppenteller“ befindet. An alte Zeiten erinnern noch das alte Schwimmerbecken – heute ein Beachvolleyplatz, die 20.000 Quadratmeter (m2) große Parklandschaft sowie der zweigeschossige Pavillonbau der Remisen am Stadtpark, welcher als Eingang zum Freibad dient. Auf ihre Kosten kommen Schwimm- und Saunafreunde dennoch in Leverkusen. Seit 20 Jahren öffnet das Freizeitbad CaLevornia in Manfort täglich seine Pforten und zieht jährlich über 300.000 Badegäste an.

Baden und Saunieren im CaLevornia

Noch ist es still im Freizeitbad CaLevornia. Der Meister der insgesamt 37.400 m2 Fläche ist aber schon da – Sebastian Frohn. Die rote Baywatch-Shorts und Boje unter dem Arm hat er zwar nicht dabei, dafür ist der Meister für Bäderbetriebe an dem markanten gelben Poloshirt mit dem geschwungenen Logo des Freizeitbades CaLevornia zu erkennen. Seit neun Jahren sorgt Frohn jetzt schon für sicheren Badespaß im Freizaitbad. Seinen Arbeitstag beginnt er immer mit der Beprobung des Wassers: „Die ist wichtig, um die chemischen hygienischen Hilfsparameter zu messen“, sagt Sebastian Frohn. Vom pH-Wert bis hin zum Chlorgehalt prüft er die Qualität des Wassers und muss dabei bestimmte Grenzwerte berücksichtigen. Stimmt etwas nicht geht es runter in das Herzstück des Schwimmbades.

Wasseraufbereitung nach DIN-Norm

Denn während Strom und Trinkwasser von der EVL stammen, gelangt das Trinkwasser für die vielen unterschiedlichen Becken im Freizeitbad CaLevornia über einen eigenen Brunnen in die Anlagen der Badewasseraufbereitung eine Etage tiefer. „Pro Tag verbrauchen wir aktuell 200.000 Liter. Hier im Keller misst die Steuerungstechnik permanent die Werte des Wassers. Und die 13 großen Filteranlagen bereiten dieses sauber und hygienisch für die Becken in der Schwimm- und Saunalandschaft auf“, sagt Frohn. Denn die meisten Verschmutzungen, wie beispielsweise Sonnencreme, Make-Up-Reste oder Haargummis stammen von den Badegästen selbst. Die Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser erfolgt dabei gemäß DIN 19643.

Wir führen jeden Tag 30 Liter Frischwasser pro Badegast dem Wasserkreislauf hinzu.“

Sebastian Frohn, Meister für Bäderbetriebe

Bevor das Wasser also im Becken landet, durchströmt es einen Mehrschichtfilter der mit Aktivkornkohle und Sandschichten unterschiedlicher Korngrößen bestückt ist. Der Filterbehälter fängt Rückstände auf, die durch zugesetzte Flockungsmittel gebunden und in unterschiedlichen Abständen über eine Filterrückspülung entsorgt werden. Im nächsten Schritt wird das gefilterte Wasser erwärmt und mit dem Desinfektionsmittel Chlor versetzt. „Pro Jahr benötigen wir gut 122 Flaschen Chlor á 65 Kilogramm. Zudem führen wir jeden Tag 30 Liter Frischwasser pro Badegast dem Wasserkreislauf hinzu. Parallel dazu erfolgt eine permanente Wasserzu- und -entnahme“, sagt der Meister für Bäderbetriebe.

Klimafreundlich und effizient

Dasselbe Aufbereitungsverfahren für Schwimm- und Badebeckenwasser wird auch im fünf Kilometer entfernten Hallen- und Freibad Wiembachtal angewendet. Gelegen im Westen von Leverkusen, grenzt das Freibad an das Naturgut Ophoven und ist vor allem zur Freibad-Saison ein Magnet für Schwimmfreunde. Hier stammt das Wasser allerdings nicht aus dem hauseigenen Brunnen, sondern von der Energieversorgung Leverkusen. Allein 3.300 Kubikmeter (m3) Fassungsvermögen haben die Becken im Außenbereich. Und hier geht es klimafreundlich zu: Denn die 800 m² große Solar-Absorberanlage auf dem Hallendach ermöglicht, dass nahezu der gesamte Energiebedarf für die Freibadaußenbecken abgedeckt werden. Darüber hinaus sorgt das integrierte Gas-Blockheizkraftwerk für circa 80 Prozent des Wärmebedarfs im Hallenbad. Zudem sind sämtliche Lüftungsanlagen im Hallenbad mit Plattenwärmetauschern ausgestattet, deren Wirkungsgrad bei 80 Prozent liegt.

Erholen auch bei schlechtem Wetter

Zurück zu Sebastian Frohn im CaLevornia, der gerade dabei ist, den Saugroboter in das Außenbecken zu setzen. Denn auch die Reinigung der Beckenböden erfolgt regelmäßig. Von hier aus ist auch die Blackhole-Riesenrutsche zu sehen. „Allein am Wochenende lassen sich bis zu 1.200 Badegäste das gelbe Konstrukt mit leuchtenden Motiven im Innenteil nicht entgehen, oder nutzen das direkt angrenzende Freibadbecken mit einem Volumen von 1.147 m3 für eine Abkühlung“, sagt Frohn. Und bei schlechtem Wetter? Da bietet der SaunaPark eine gute Ausweichmöglichkeit: Vom Blockhaus bis zur Erdsauna kommen hier Saunafreunde auf ihre Kosten und können nach einem ersten Schwitzbad Entspannung finden. Und das fast 365 Tage im Jahr.

Wer nach all dem Badespaß Hunger bekommt, der kann sich selbstverständlich im Bistro des Hallenbads mit einer obligatorischen Portion Pommes stärken. Das hat Tradition – und das schon seit dem Suppenteller.

Die Energieversorgung unterstützt den Badespaß in Leverkusen und ermöglicht Kundinnen und Kunden, die im Besitz einer EVL-Card sind, eine ermäßigte Tageskarte. Erhältlich nur im City Point der EVL.